Hauptamtliche Mitarbeiter

 

Walter Böhm
Walter Böhm
Tibor Lengyel
Tibor Lengyel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

Willkommen Mensch! in Groß Gerungs – Langschlag kann auf zweieinhalb sehr herausfordernde und erfolgreiche Jahre zurückblicken. Wir haben uns von einer Flüchtlingsinitiative zu einem humanitären Verein, der alle hilfsbedürftigen und benachteiligten Menschen in Groß Gerungs und Langschlag mit einem umfangreichen Angebot unterstützt, entwickelt. Für diese Arbeit wurden wir „Ort des Respekts 2016“ Landes- und Bundessieger. Wir sehen diese Auszeichnung im Besonderen als Auftrag, verstärkt für unsere Anliegen und Ziele einzutreten, und das Gemeinwohl und die Gemeinschaft in unserem Lebensraum weiter zu fördern.

Um diesem Auftrag gerecht werden zu können und die gesteckten Ziele zu erreichen, haben wir unser engagiertes ehrenamtliches Team durch zwei hauptamtliche Mitarbeiter verstärkt. Es handelt sich dabei um Herrn Walter Böhm aus Zwettl und Herrn Tibor Lengyel aus Arbesbach. Gemeinsam wollen wir gemeinwohl- und gemeinschaftsfördernde Projekte entwickeln und umsetzen, die eine dauerhafte Beschäftigung unserer Mitarbeiter ermöglicht, weitere Jobs schafft und die Finanzierung unserer Vereinsaktivitäten sichert. 

Als Obmann ist es mir sehr wichtig, unsere Projekte im Dialog mit Ihnen, die Sie hier leben,  zu entwickeln. Ich lade Sie daher sehr herzlich ein, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten mitzumachen, Ihre Anliegen und Ideen einzubringen und damit zum Gelingen unserer gemeinsamen Sache beizutragen.

Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende“. (Demokrit)
Gerhard Fallent
Obmann
(Jänner/Februar 2018)

 


 

Walter Böhm
Walter Böhm

Statement Walter Böhm:

Ich besuchte am 25. November vergangenen Jahres den Präsentationsabend der 2-Jahres-Bilanz des Vereines „WillkommenMENSCH! In Groß Gerungs – Langschlag“. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich mit dem Thema Flüchtlinge nicht auseinandergesetzt; natürlich sind mir Missverständnisse, Fehlinformationen und Vorurteile sowohl in der Öffentlichkeit als auch in meinem privaten Umfeld aufgefallen. An diesem Abend überraschten mich: Kinder, Frauen, Männer aus unterschiedlichsten Ländern, mit verschiedenen Religionsbekenntnissen, reden, lachen, arbeiten, musizieren miteinander. Ich genoss die Stimmung und es berührte mich sehr, dass viele Menschen ihre Zeit und Energie, ihr Wissen und ihre Erfahrung ehrenamtlich zur Verfügung stellen.

Beschämt von so viel Engagement tauchte in mir der Gedanke auf: Was ist mein Beitrag zum Miteinander? In mir wechselt die Perspektive und ich sehe auf einmal mich als Flüchtling. Als einen von Vielen der in der heutigen Zeit aus seiner Verantwortung für den Mitmenschen geflüchtet ist; davongeschlichen auch aus dem Mitwirken für ein besseres Zusammenleben.

Ein paar grundsätzliche Erfahrungen meines Lebens, die ich zu meiner hauptberuflichen Beschäftigung beim Verein mitbringen kann, sind:
Die Erkenntnis über die Unterschiedlichkeit der Menschen. Früher dachte ich: Ein Andersdenkender ist automatisch mein Gegner; heute sehe ich die guten Möglichkeiten durch die Vielfalt und Buntheit der Menschen persönlich zu lernen und zu reifen; und jeder trägt einen anderen Anteil an der Gesellschaft, und sicherlich auch die bewältigten Krisen. In den harten Zeiten versteht man oft nicht den Sinn und den Zweifel; nachher sieht man oft erst die neue Stärke und den Lerneffekt. Deshalb begleite ich Menschen gerne durch schwierige Lebensprozesse, Krisen und Entscheidungsfindungsphasen.

Eine meiner größten Leidenschaften sind meine Bücher. Besonders die Schriften von Erich Fromm über Liebe, Humanismus, Autorität, Psychoanalyse und Freiheit begleiten mich seit meiner Jugend und prägen mein Denken. Von ihm stammt auch mein Lebensmotto: „Glück ist kein Geschenk der Götter, sondern die Frucht innerer Einstellung“.

Begleitet durch die Kompetenz, das Herz und den Einsatz der Ehrenamtlichen als Wegweiser gehe ich jetzt ganz bewusst und neugierig in diesen neuen Bereich.
Ich bin bei „WillkommenMensch!“ Anlaufstelle und Drehscheibe für alle Belange des Vereins, besonders für Ideen, Vorschläge, Lösungen, Probleme. Ich sehe meine Hauptaufgabe in der Unterstützung der freiwilligen MitarbeiterInnen, die einen wertvollen Beitrag für ein besseres Miteinander leisten. Projektplanung, Flüchtlingsbetreuung, Weiterentwicklung und Wissensvermittlung sind jetzt für mich die spannenden und lehrreichen Herausforderungen.

Ich freue mich darauf, meine Stärken (Kreativität, Kommunikation, Humor) und meine Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Berufs- und Lebenswelten (langjährige Führungsposition in der KFZ-Branche, Dipl. Lebens- und Sozialberater, Trainer in der Erwachsenenbildung) einbringen zu dürfen. (Jänner 2018)

 


 

Tibor Lengyel
Tibor Lengyel

Statement Tibor Lengyel:

Es ist für mich eine große Freude und ein Privileg in so einem dem Gemeinwesen und den Notbedürftigen hingebenden Team wie „WillkommenMENSCH! in Groß Gerungs – Langschlag“ mitarbeiten zu dürfen. Ich heiße Tibor Lengyel, bin Österreicher mit ungarischem Hintergrund und bin selbst ehemaliger Flüchtling.

Meine Laufbahn in den kulturellen, akademischen und sozialen Bereichen hat sich in einem internationalen und globalen Umfeld praktisch und menschennah entfalten können. Mit mehrjähriger Erfahrung in Organisation und Management und weiteren Jahren als Lektor im höheren Bildungswesen, hoffe ich etwas Konstruktives für kommunale Entwicklung und Integration in unserer Region und Bundesland beitragen zu können.

Während der 1990-er habe ich Englisch und Philosophie im Gymnasium unterrichtet, nachher an Hochschulen und Universitäten war ich Lehrbeauftragter, für internationale Beziehungen, Business- und Politik, und „International Cultural Studies“ in der englischen Sprache tätig. Meine Studenten waren und sind zu einem großen Teil internationale Studenten aus allen Kontinenten.

Zusätzlich bringe ich etwa zehn Jahre Managementerfahrung als Kultur- und Tourismusmanager mit. Ich habe nach der Wende kulturelle Touren in West- und Osteuropa für Besucher und Touristen aus anderen Kontinenten organisiert und geleitet. In derselben Zeit habe ich mich postgradual weiter gebildet in „organisational leadership“ und internationalem Recht bzw. internationalen Beziehungen.

Mit Flüchtlingen habe ich seit den 1980-ern – damals aus den ehemaligen Ostblockstaaten – ehrenamtlich in verschiedenen Kapazitäten und Bereichen mitgearbeitet. In späteren Jahren war ich in der Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung teilweise auch vollzeitig tätig, wo ich für Rechtsberatung im Asylverfahren, Heimbetreuung und Koordinierung der Schulprogramme für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge tätig war. Konfliktmanagement und Konfliktresolution waren dabei wichtige praktische Schwerpunkte.

Von meinem persönlichen Standort aus als engagierter, katholischer Akademiker sehe ich die einzelnen Personen als Geschöpfe in ihren mannigfaltigen und vielschichtigen Qualitäten an, und freue mich, wenn sich ihre Persönlichkeiten und Talente auch ihrem eigenen Umfeld und dem Gemeinwesen dienend schrittweise immer mehr entwickeln und entfalten können. Da sehe ich für mich eine Aufgabe für Entwicklungsprojekte sowohl für unser regionales Gemeinwohl als auch spezifisch im Integrationsbereich der Asylsuchenden zusammen mit Kollegen und Freunden neue Schritte zu setzen.

Ich arbeite gerne mit Menschen in den verschiedensten Projekten und Forschungsfeldern, und bin auch ein versierter Organisator und Kommunikator. Ich habe drei Kinder im Teenager-Alter, die in Oberösterreich und Salzburg in die Schule gehen und mit denen ich versuche möglichst viel Zeit zu verbringen. Ich liebe auch Hunde und genieße die gute Luft, das Laufen und Schwimmen in unseren Naturgebieten im Waldviertel. (Jänner 2018)

 


 

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